Verfasst von: annalukas | 23. November 2009

Nix Präposition

Eigentlich sind Präpositionen überflüssig. Ich meine, wenn jemand sagt: „Ich geh Aldi“ – dann ist doch alles klar. Warum soll man auch so etwas Uneffizientes wie die Präposition „zu“ einfügen, wenn jeder versteht, was ich sagen will. Das war jetzt ironisch!!

In der Schule, da nehmen wir es dann doch genauer. Heute nach dem Mittagessen:

Schüler: „Gehen wir Park?“

Ich: „Da fehlt was. Wie heißt das richtig?

Schüler: „Gehen wir BITTE Park?“

Ja, es ist so tatsächlich besser, aber nicht, was ich eigentlich hören wollte.

Ups, da fällt mir ein: Ich wollte ja heute noch ALDI.

 

Verfasst von: annalukas | 17. November 2009

Neue Dreiecksarten

Auch im Informatikunterricht. Die Klasse soll Firmenlogos entwerfen und zwischen zwei Quadern ein Dreieck einfügen.

Sagt eine Schülerin, 9. Klasse:

„Im Programm gibt es nur ein rechtwinkliges Dreieck. Ich brauch aber ein linkswinkliges!“

Verfasst von: annalukas | 17. November 2009

Ahnungslosigkeit

Ein Schüler aus der 9. Klasse, der sich sehr geschwollen auszudrücken pflegt, bat mich gestern im Informatikunterricht um Hilfe.

Ich frage ihn:
„Wie hast du die Funktion bis jetzt genutzt“?

Er:
„Das ist ja das Problem. Ich konnte es bis jetzt nicht entmystifizieren.“

Ich auch nicht.

Verfasst von: annalukas | 16. November 2009

Farblosigkeit

Bei einer Veranstaltung letzte Woche erzählte die Konrektorin einer Nachbarschule folgenden Vorfall aus einer 5. oder 6. Klasse:

Die Schüler sollten eine Person malen.

Schüler: Dürfen wir auch Sie malen?
Lehrerin: Ja!
Schüler: Darf ich Ihre Haare mit Gelb malen? Ich habe leider kein Blond.

Verfasst von: annalukas | 16. November 2009

Ideenlosigkeit

In den 8. Klassen war das Thema „Erzählen zu einem Bild“. Um die Gefahr nicht jugendfreier Inhalte zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten, eröffnete ich den Schülern meine „Rote Liste“.

Also, damit eins klar ist: Tabu sind Gewaltszenen und alles, was weitestgehend pornographisch ist.

Kam die Antwort der Klasse:

Ja, dann bleibt ja nichts mehr, worüber wir schreiben könnten.

 

Verfasst von: annalukas | 3. November 2009

Fuerteventura

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Zur Zeit bin ich ja im Urlaub und dank des kostenlosen WLAN im Hotel nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten.

Kleine Anekdote:

Passierte gestern beim Frühstück: Wir hatten auf unserem Tisch bereits O-Saft und Milch stehen und gingen los um Speisen zu holen. Als ich zurück kam, saß ein anderer Mann auf meinem Platz und schmierte sich seelenruhig einen Toast. Erst dachte ich, ich hätte mich geirrt und suchte unseren Tisch. Aber nein, es war der einzige Tisch mit zwei O-Säften und einem Milchkännchen. Wir fragten, ob er sicher sei am richtigen Tisch zu sitzen, da bemerkte er seinen Irrtum. Sein Tisch war schräg gegenüber und auf diesem standen ein Glas Tomatensaft und ein Glas Milch. Also sehr leicht zu verwechseln, klar. :-)

Mobile Blogging from here.
Verfasst von: annalukas | 15. Juni 2009

Mallorca – Rückblende Nr. 1

Wie von Michael gewünscht, sind hier noch ein „paar Bilder“ von Mallorca.

La Granja

Schwierig zu erreichen, da die Fahrt über serpentinenartige enge Straßen durch die Sierra de Tramuntana führt, ist das Landgut „La Granja“ in der Nähe von Esporles im Nordwesten der Insel. Bereits im 13. Jahrhundert gab es hier einen Orden, der völlig autark lebte.

Auf dem Landgut wurden neben Handwerkssachen und Lebensmitteln auch Kleidung und Möbel hergestellt. Heute dient das ca. 3.000 m² große Gut als Freilichtmuseum, außerdem kann man selbst hergestellte Lebensmittel und Sherry kaufen. Der Eintritt war nicht ganz billig (11 € pro Person), aber es lohnt sich!

Kaskaden in La Granja

Wunderschön angelegt ist auch der Garten. Wer mag, kann noch einen ca. 1,5 km langen Spaziergang im dazugehörigen Wald machen (wir schenkten uns den aber, weil es schon sehr spät war).

Galerie in La Granja

Szenenwechsel: Hier ein Bild von der Nordostküste: Cala Canyamel in der Nähe von Cala Ratjada. Herrlich, das türkisfarbene Wasser!

Canyamel

Nun sind wir an der Südküste angelangt. Es Trenc ist ein 7 km langer malerischer Dünenstrand mit türkisfarbenem Wasser und munterem Wellengang, der glatt an die Karibik erinnert. Negativ: Der Strand ist sehr schmal, man ist definitiv nicht allein und für den Parkplatz muss man 6 € bezahlen. Daher nur beschränkt empfehlenswert – man sollte aber mal dort gewesen sein.

Es Trenc

Cala Llombards

Unser Favorit ist aber die Cala Llombarts. Natürlich ist man auch hier nicht allein, aber es ist sehr ruhig in dieser schmalen und überschaubaren Bucht an der Südostküste bei Santanyi. Das Wasser ist so klar, dass man sogar die (leider) zahlreichen Feuerquallen gut sehen konnte und durch die fjordähnliche Lage ist es nicht allzu windig – genau richtig, würde ich sagen. Kann ich nur empfehlen.

Mehr Bilder gibt’s beim nächsten Mal. Dann ein „Palma-Special“.

Verfasst von: annalukas | 14. Juni 2009

Adios Mallorca und back to school

Das waren sie nun, die Pfingstferien in Bayern. Zwei Wochen lang keine Schule. Und was das Gute ist: Meine Schultasche steht noch immer genauso da wie ich sie am letzten Schultag hingestellt habe. Das heißt, ich habe keinen Strich für die Schule gemacht, ja, nicht einmal an sie gedacht! Okay, mal kurz, aber wirklich nur kurz. Hinzu kommt, dass die elf Tage Malle bei herrlichstem Sommerwetter dazu beigetragen haben, dass ich wirklich mega-super-toll erholt bin und ich den restlichen sieben (wenngleich recht stressigen) Wochen bis zu den Sommerferien ganz relaxed entgegensehen kann.

Zu Mallorca noch ein paar Worte: Ich war zum zweiten Mal dort und wieder so begeistert, dass ich genau weiß, dass es bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Die einst als „Hausfraueninsel“ bezeichnete Baleareninsel hat wirklich mehr zu bieten als Ballermann & Co. und besteht ja zum Glück nicht nur aus S’Arenal. Wobei ich zugeben muss, dass wir diesmal – rein aus Neugierde – dort mal durchgefahren sind, der Ort uns jedoch nicht zum Aussteigen eingeladen hat. Interessanter waren da schon unsere Baderundreisen an verschiedene Calas im Osten, z.B. die Cala Mesquida, Cala Agulla und Cala Canyamel in der Gegend um Cala Ratjada, die Cala Llombarts bei Santanyi und Es Trenc am südlichsten Punkt der Insel. Außerdem waren wir in Port d’Andratx, in Palma natürlich, in San Granja (sehr sehenswert!) und anderen kleineren Orten im Landesinneren. Wer von euch nach Mallorca fahren möchte und ein paar Tipps benötigt, was man gesehen haben sollte und wovon man am Besten die Finger lässt, darf mich gerne kontaktieren.

So, nun werde ich mich mal mental wieder auf die Schule vorbereiten und die Schultasche abstauben und für morgen befüllen. :-)

Verfasst von: annalukas | 15. Mai 2009

Erlebnispädagogik

Euphemismen gibt es mittlerweile überall. In der freien Wirtschaft klingt „Kapazitätenanpassung“ einfach besser als „Entlassung“. Und auch im pädagogischen Bereich halten diese den Sachverhalt beschönigenden Worthüsen allmählich Einzug. So gab es früher ja die allseits bekannten Wandertage. Da in unserer Null-Bock-auf-Alles-Generation das Wort „Wandern“ bereits zu Abwehrhaltungen führt, hat man sich etwas Neues überlegt. Darum heißt der Wandertag jetzt „Erlebnispädagogik-Tag“. Und schon klingt das besser.

Heute hatten wir – das heißt das Kollegium – einen solchen Erlebnispädagogik-Tag. Nach der dritten Unterrichtsstunde (hach, wie entspannend!) ging es in Fahrgemeinschaften in das Mangfalltal, wo wir von unserem Erlebnis-Guru durch unwegsames, feuchtes, glitschiges Waldgelände geführt wurden und dort so allerlei Aufgaben zu bewätigen hatten. Zum Beispiel musste man eine Strecke blind zurücklegen und durfte sich nur auf den Partner verlassen, der allerdings nicht sprechen durfte, während er den „Blindfuchs“ über Baumstämme, Wurzeln und Bäche lotste. Es ließ sich natürlich nicht vermeiden, dass der eine oder die andere mal im Matsch landete. Zum Glück war unsere Schulleitung immer gleich mit der Kamera parat, um ja die peinlichsten Situationen festzuhalten.

Dann mussten wir durch den Fluss waten. Die Kälte war zwar nicht angenehm, aber mir persönlich machten die spitzen Steine mehr zu schaffen. Und dann war es an einigen Stellen doch so tief, dass mir auch das Hochkrempeln der Hose nichts mehr genützt hatte und ich ziemlich nass wurde. Aber ich bin ja hart im Nehmen und schaffte es sogar noch, mithilfe eines Seils und einer Strickleiter eine glitschige und steile Anhöhe hinaufzukraxeln.

Alles in Allem war der Nachmittag eine sehr schöne Erfahrung. Es hat Spaß gemacht und war für das Kollegium eine tolle Sache, vor allem in Hinblick auf Teamgeist, Vertrauen und gegenseitige Hilfe. Ich kann es nur empfehlen.

Verfasst von: annalukas | 12. Mai 2009

Vorrücken gefährdet

Au weia. Ich sehe schwarz für einige Schüler und Schülerinnen meiner 7a. Heute gingen die Hinweise an die Eltern über die absinkenden Leistungen ihrer Sprösslinge raus. Von insgesamt 31 Schülern meiner Klasse erhalten sage und schreibe 19 (!) diesen netten Hinweis. Und das Schlimmste ist: Die schlechten Noten findet man nicht nur in einem oder zwei Fächern, so dass man sie bis zum Schuljahresende vielleicht noch hinbiegen könnte, nein – die richtigen Experten machen es dann schon richtig und warten mit multiplen Fünfen und Sechsen auf. Somit sind von den 19 Gefährdeten – sagen wir mal so aus dem Bauch heraus – sieben oder acht wirklich richtig böse gefährdet.

Als es gestern in einer Sitzung darum ging, wer im nächsten Jahr welche Klasse haben möchte, brachte ich vor, dass ich meine Klasse gerne weiterführen würde, da sie dann  ja (das fügte ich in scherzhaftem Ton hinzu) um 2/3 geschrumpft sei.

„Aber nein“, entfuhr es gleich der Schulleitung, „wenn so viele durchfallen, bekomme ich Ärger mit dem Schulreferat! Sehen Sie zu, dass Sie noch ein paar durchbekommen!“

Gerne. Aber wie?? Bei diesen Vollpfosten? unwilligen Schülern?

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