5 Words

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Die Idee ist es, aus fünf wahllos vorgegebenen Wörtern in beliebiger Reihenfolge eine Geschichte von 300 – 500 Wörtern Umfang zu schreiben, und zwar so spontan wie möglich. Ich beginne heute mit den folgenden fünf Wörtern:

Kardinal – freuen – Erfolg – riesig – klamm 

Kardinal Marcello di Ribisi griff mit der Hand schnell unter seiner Soutane.

«Zum Heiligen Silvester, das war knapp», murmelte der Geistliche und sah betreten auf den kleinen dunkelhaarigen Jungen herab, der ihn erwartungsvoll mit großen Augen ansah.

«Haben Sie es, Eminenz?», fragte der neunjährige Alessandro und hüpfte ungeduldig auf seinem linken Bein herum. «Haben Sie’s geschafft?» Nun zappelte er auch vor Aufregung mit dem rechten Bein.

Kardinal di Ribisi lächelte Alessandro an und strich ihm zärtlich mit seiner Hand übers Haar. Sein leuchtend goldener Kardinalsring glitzerte dabei prunkvoll und majestätisch in den gleißenden Strahlen der Nachmittagssonne im Park der römischen Villa Borghese.

«Ja, mein Sohn», antwortete er dem Jungen mit sanfter Stimme, «du kannst dich freuen, ich hatte Erfolg».

«Zeigen Sie’s mir, Eminenz. Bitte!» Alessandro sah Kardinal di Ribisi mit einem derart flehendem Blick an, dass der Geistliche den bildschönen Jungen mit den außergewöhnlich blauen Augen nicht mehr länger zappeln lassen wollte. Entschlossen nahm er Alessandros kleine Hände in die seinen.

«Mein Junge, deine Hände fühlen sich so klamm an», staunte der Kardinal. «Ist dir kalt?»

Alessandro zappelte noch immer herum. «Nein, Eminenz», verriet er, «mir ist nicht kalt. Ich bin nur so aufgeregt.»

Kardinal di Ribisi lächelte erhaben. Für ihn gab es nichts Schöneres, als einem kleinen Jungen eine Freude zu machen, und sei sie auch noch so klein und, wie in diesem Fall, nicht ganz legal.

«Schließe deine Augen», befahl er dem Jungen. Alessandro gehorchte. Der Kardinal drehte die Handflächen des Jungen, die er noch immer mit den seinen umschlossen hielt, nach oben und legte einen großen runden Gegenstand darauf ab. Es dauerte ein paar Sekunden – dann war die Reaktion Alessandros überwältigend.

«Boah, das ist ja riesig!», rief der Junge erstaunt aus und öffnete im selben Augenblick seine Augen, um das Schwanenei, das Kardinal Marcello die Ribisi für ihn aus dem Nest gestohlen hatte, näher betrachten zu können.

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Freitags-Füller vom 10.08.2012

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1. Schon wieder  ist eine Woche um. Ich kann gar nicht glauben, dass ich auch schon fast eine Woche in Dublin bin und quasi bereits Bergfest ist. 

2. Wie es aussieht, habe ich eine Erkältung abgewehrt. Zumindest hatte ich drei Tage lang leichte Halsschmerzen, was hier kein Wunder ist. Obwohl in Dublin die ganzen Tage weniger als 20 Grad herrschten, ist hier alles – wirklich alles! – klimatisiert. Wenn man dann auch noch den ganzen Tag lang sitzt und nur über wenig Energie verfügt, weil man einfach zu wenig Zeit zum Essenfassen hat, ist es kein Wunder, dass man sich eine Erkältung holt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Führung im Guinness Store House mit anschließendem Umtrunk, morgen habe ich eine Rundreise mit dem Bus durch Südost-Irland geplant und Sonntag möchte ich mit ein paar Kolleginnen nett frühstücken gehen und sehen, was der verregnete Tag so bringen wird.

Heute reicht die Zeit leider nur für eine Kurzfassung, weil ich nur während des Kurses ins Internet gehen kann – und da sollte ich eigentlich aufpassen, denn ich bin ja hier, um etwas zu lernen.

Ich kann nur sagen: Ich bin heute wahnsinnig müde. Der volle Stundenplan und die organisierten außerschulischen Museumsbesichtigungen etc., die vielen neuen Eindrücke, die vielen Leute – das alles verlangt seinen Tribut. Ihr werdet es nicht glauben: Ich hatte noch nicht einmal Zeit zum Shoppen! Aber das ist auch gut so, denn es gibt hier kaum etwas, was ich nicht auch zuhause kaufen kann.

Wer mag und ein paar Bilder anschauen will, kann mir gerne auf Twitter (anna_lukas) oder Instagram (annalukas) folgen.

 

Eine Idee von Barbara.

 

Terrible Accommodation

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Leider habe ich noch immer keinen Internetanschluss in der Unterkunft, so dass ich nur in den – zu kurzen – Pausen zwischen den einzelnen Kursen mal einen kurzen Blick ins Internet wagen kann.

Der Stundenplan ist voll. Wir haben Unterricht von 9-13.30 und 14.30-15.45 Uhr. Anschließend findet ein Social Programme statt, d.h. wir besichtigen ein Museum, eine Library oder eine Church. Abends ist der Besuch eines Pubs obligatorisch. Ihr seht, selbst wenn ich Internet auf dem Zimmer hätte, ich wüsste gar nicht, wann ich mich damit austoben sollte. 😉

Abgesehen von der schmutzigen und katastrophalen Unterkunft fühle ich mich hier sehr wohl. Die Kursteilnehmer sind alle sehr nett und man findet immer jemanden, mit dem man etwas unternehmen kann. Auch die Qualität des Kurses ist erwartungskonform und findet auf einem high level statt.

Bis bald aus Dublin!

Freitags-Füller vom 03.08.2012

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1. Die olympischen Spiele interessieren mich nicht. Im Gegenteil: Es kommt kein vernünftiges Fernsehprogramm und in den Nachrichten liest man nichts anderes mehr. Als ob es nichts Wichtigeres gäbe.

2. Pfannkuchen mag ich am liebsten leicht und locker. Meistens gelingt mir das auch. Der Trick ist, den Teig zur Hälfte mit Milch, zur Hälfte mit Mineralwasser zuzubereiten. 

3. Es wäre ein Alptraum, wenn die riesige Spinne, die in unserem Kellerschacht wohnt, irgendwie ins Haus kommen würde. Brrrruah. Schüttel.

4.  Ich sollte abnehmen (welche Frau sagt das nicht von sich?), aber der Schweinehund lässt die Sache scheitern. Vielleicht klappt es ja in den kommenden zwei Wochen, während ich in Irland bin. In England hat das mit dem Fasten auch immer geklappt. 🙂

5.  Der Gedanke an den zweieinhalbstündigen Flug morgen verursacht bei mir schon heute Übelkeit.

6.  Aufgewachsen bin ich im Herzen der Oberpfalz und nicht für 1 Million Euro würde ich dort wieder leben wollen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Grillen mit Family, morgen habe ich ein paar Reisevorbereitungen geplant und Sonntag werde ich schon in Dublin sein und ich bin schon gespannt, was mich dort erwartet. 

 

Eine Idee von Barbara.

Freitags-Füller vom 27.07.2012

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1. Mir gefällt  alles, was nichts mit Arbeit zu tun hat: ein gutes Buch lesen, ein spannendes Hörbuch hören, ein Gläschen Wein trinken (oder zwei), nett Essen gehen, angeregte Gespräche führen, mal Kino oder Theater… oje, das hört sich jetzt fast einer Anzeige in der Single-Börse an. 🙂

2. Morgen gibt es mal wieder Feines vom Grill. Leckeren Fisch und Gemüse für mich und Fleisch für die anderen.

3. Die Auswahl  beim HIT Einkaufsmarkt ist schier unüberschaubar. Gerade eben hat mich das riesige Sortiment wieder erschlagen. Allein, was es an Ölen oder Essig gibt, an Knabberzeug, an Käseauswahl… puh, ich bin jedes Mal völlig platt, wenn ich dort eingekauft habe.

4. Ach ja, ich müsste auch wieder zum Zahnarzt. Den letzten Termin hab ich glatt verpennt und dann keinen neuen mehr ausgemacht. Ups!

5. Die Sommerferien fangen am Mittwoch an. Juhuuuu! Aber seit letzten Freitag ist es bei mir schon etwas ruhiger geworden. Meine 10. Klasse ist schon verabschiedet und seitdem bin ich immer auf der Suche nach einer Beschäftigung, um meine Dienstzeit totzuschlagen. 

6. Der Gedanke an den Flug nach Dubin nächste Woche verursacht mir schon jetzt Übelkeit. Ich hasse Fliegen! Und das Schlimmste: Ich muss dann ja auch irgendwie wieder zurück.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Besuch von den Schwiegereltern und hoffentlich Biergartenwetter, morgen habe ich einen Ausflug mit den Schwiegers und danach chilliges Grillen  geplant und Sonntag möchte ich am liebsten meine Ruhe haben wieder nette Sachen mit den Schwiegereltern machen.

 

Eine Idee von Barbara.